Die Geschichte der Feuerwehr Meckenheim
1769 1873 Eine Pflichtfeuerwehr wird gegründet. Die Ausrüstung besteht aus 4 Feuerspritzen. 1895 Das vorhandene Wach- und Spritzenhaus reicht für die Unterbringung der Feuerwehrgerätschaften nicht mehr aus. Es wird umgebaut. 1904 1927 Am 26. Juni findet der Bezirksfeuerwehrtag des Bezirkes Neustadt in Meckenheim statt. 1928 Wie aus einer Aktennotiz zur Gemeinderatssitzung hervorgeht, wird die Wasserleitung im Ort in Betrieb genommen. Wörtlich heißt es : "Die Anschaffung einer Motorspritze für die Gemeinde Meckenheim dürfe sich erübrigen, nachdem ein Druck von 5 bis 7 Atmosphären zu erwarten ist, der vollständig ausreichend sein dürfte. Der Gemeinderat hat daher von der Anschaffung einer Motorspritze Abstand genommen." 1936-1938 Durch das Reichsgesetz von 1938 wird die Feuerwehr der Polizei zugeordnet und trägt von nun an die Bezeichnung "Feuerlöschpolizei". Der Vereinscharakter der Freiwilligen Feuerwehren wird durch dieses Reichsgesetz aufgehoben. 1939-1945 Der 2 Weltkrieg mit seinen Bombenangriffen bringt es mit sich, dass die Feuerwehren dem damaligen technischen Fortschritten angepasst werden müssen. Im Jahre 1941 erhält die Gemeinde ihre erste Motorspritze, und zwar eine Tragkraftspritze 8 (TS 8) in einem Transportwagen. Im Laufe des Krieges wird noch eine zweite TS 8 eingestellt. Durch die Einberufung vieler Feuerwehrmänner zur Wehrmacht in den Jahren 1941/42 macht sich auch bei der Feuerwehr ein Personalmangel bemerkbar. Ältere Männer und Jugendliche müssen diesen Dienst übernehmen. So werden erstmals eine Jugendfeuerwehr (HJ-Feuerwehr) mit 14 und 15jährigen ins Leben gerufen, die wie aktive Feuerwehrleute eingesetzt werden. Im Jahre 1944 wird diese Jugendfeuerwehr durch eine Mädchenabteilung (BMD-Mädchen) im Alter von 16 und 17 erweitert, die eine harte Zeit bis zum Kriegsende durchstehen haben. 1947 Seit Mitte des Jahres können die ehem. Luftschutzsirenen für den Brandalarm verwendet werden. Die Sirenen müssen mit Knopfdruck per Hand bedient werden. 1948 Das neue Brandschutzgesetz für Rheinland-Pfalz aus dem Jahre 1948 lässt zu, dass die Pflichtfeuerwehr sich in eine freiwillige Feuerwehr umformt. 1951-1961 Nachdem etliche Männer der Wehr durch die Absolvierung von Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschul e als Unterführer und Maschinisten eine besondere Ausbildung erhalten hatten, beginnt mit der Beteiligung an den Feuerwehrwettkämpfen in den Jahren 1951 bis 1961 eine ruhmreiche Zeit für die Meckenheimer Wehr. Neun mal 1. Kreissieger, fünf mal 2. Kreissieger, zwei mal 2. Bereichssieger (Vorderpfalz) zwei mal 3. Landessieger, ein 6. Landessieger und ein 8. Landessieger Die Geldpreise hierfür betragen 4925 EURO; ferner werden Holzschnitzereien und Bronzeteller errungen. 1960 Eine Standarte wird angeschafft und aus diesem Anlass ein Standartfest durchgeführt. In diesem Jahr führt gleichzeitig die neu aufgestellte Schülerfeuerwehr ihre erste Jugendübung durch. 1961-1966 Im Zuge des Ausbaues der Hauptstraße und der Anbindung der Straßeneinmündung " In der Froschau" muß das alte Feuerwehrgerätehaus abgerissen werden. Für die Aufstellung des Luftschutzhilfsdienstes wendet sich die Bezirksregierung an die hiesige Feuerwehr. Nach langen Verhandlungen und Beratungen finden sich 48 Feuerwehrleute bereit, zusätzlich im Luftschutzhilfsdienst (LSHD) mitzuarbeiten. Mit Hilfe von Landeszuschüssen, den gewonnenen Geldpreisen und den Rheinerlösen der beiden großen Feuerwehrveranstaltungen (100-jähriges Jubiläum und Standartfest) beschafft sich die Wehr eine neue Tragkraftspritze Fabrikat Blacke (Baujahr 1965) und zwei Ford-Kleinlöschfahrzeug FK 1250 (Baujahr 1958 und 1962). Mit denen vom Bund für die Ausstattung des Luftschutzhilfsdienstes zur Verfügung gestellten Geräten, die im Ernstfall jederzeit innerhalb der Gemeinde eingesetzt werden können, stehen der Feuerwehr somit zur Verfügung: 1 Tanklöschfahrzeug Wasservorrat 2400 l (TLF 16), 1 Gruppenlöschfahrzeug mit zusätzlicher TS 8 (LF 16TS), 1 Schlauchkraftwagen mit zusätzlicher TS 8 (SKW), 1 TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug mit TS 8,) 1 TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug umgebaut als Mannschaftsfahrzeug mit 6 Handfeuerlöschern und entsprechender Ausrüstung als Vorausfahrzeug), 1 TSA (Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8), 1 fahrbare Anhängeleiter, 1 fahrbare Schlauchhaspel, 1 Geräteanhänger für Ölschäden, 1 Feldkochherd (Feldküche) und umfangreiches Material an B- und C-Schläuchen mit der notwendigen Ausrüstung für die zum damaligen Zeitpunkt (1968) 68 Mann starke Gesamtwehr.
"Altes Gerätehaus nach einer Reproduktion von Helga Dambach" 1967-1970 Ein Schlauchtrockenschrank wird angeschafft. Zur Alarmierung der Feuerwehren werden die Sirenen mit einer Funksteuerung ausgerüstet. Die Auslösung der Alarmierung erfolgt durch die Polizei. 1975 Der Meckenheimer Wehrführer Werner Hauck wird zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde Deidesheim. 1976-1978 Im Rahmen einer Beschaffungsaktion des Landes Rheinland-Pfalz erhält u. a. auch die Feuerwehr Meckenheim ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Die ersten Alarmmeldeempfänger kurz "Piepser" genannt werden beschafft. 1982 Fahrt zur Partnergemeinde von Meckenheim nach Lugny und Besuch der dortigen Feuerwehr. 1983 Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrgerätehaus in der Böhler Straße in unmittelbarer Nachbarschaft der ehem. Flakhalle der Feuerwehr Meckenheim die Unterstellmöglichkeiten für die gemeindeeigenen Feuerwehrfahrzeuge gekündigt hatte. Die gesamten Außenanlagen des neuen Feuerwehrgerätehauses werden durch die Feuerwehr in 2000 Arbeitsstunden selbst hergestellt. Im November 1983 wird das Gerätehaus offiziell in Dienst gestellt.
1986 1987 Der Förderverein beteiligt sich erst mal mit einer Ausschankstelle bei der Gässelweinkerwe. Das erste Leistungsabzeichen in Bronze des Regionalen Feuerwehrverbandes wird erworben. 1988 Im Februar wird die im Jahre 1973 aus Mangel an Zuspruch aufgelöste Jugendfeuerwehr wieder neu ins Leben gerufen. 1989 Eine Abordnung der Feuerwehr Meckenheim feiert in Grabenstätt das 120jährige Gründungsfest der Feuerwehr Grabenstätt. Zu diesem Anlass wird eigens die pferdegezogene Spritze auf einem Anhänger nach Grabenstätt gebracht. 1990 Im März 1990 werden erstmals Undichtigkeiten an der Dachhaut des Flachdaches festgestellt. Nach notdürftiger Ausbesserung werden in September erhebliche Mängel an der Dachabdichtung festgestellt; im Oktober beschließt der Verbandsgemeinderat ein Satteldach auf das Gebäude aufbringen zu lassen. Das Dach wird im Mai 1991 fertiggestellt. In insgesamt 2000 Stunden renoviert die Wehr das Gerätehaus, isoliert das Dach und baut das Dachgeschoss mit Übernachtungsmöglichkeiten aus. ![]() 1991 1992 Die Notwendigkeit eines Tanklöschfahrzeuges wird von Verbandsgemeinderat erkannt und im Haushalt 1993 entsprechende finanzielle Mittel vorgesehen. 1993 Das Tanklöschfahrzeug wird im Rahmen eines Tages der offenen Tür offiziell in Dienst gestellt. Wert des Fahrzeuges rd. 175 000 EURO. Zur Ergänzung der Ausstattung des neuen Tanklöschfahrzeuges beschafft die Wehr aus eigenen Mitteln zusätzlich ein Hydroaggregat mit Schere und Spreizer im Wert von 8000 EURO.
1994 1995 Jugendfeuerwehrwart Jürgen Schröder muss aus beruflichen Gründen sein Amt aufgeben. Sein Nachfolger wird Ralf Lukits, der selbst der Jugendfeuerwehr hervorgegangen ist. Das erste Leistungsabzeichen in Gold des Regionalen Feuerwehrverbandes wird errungen. Die Funkzentrale wird renoviert und mit einem neuen Funktisch sowie Band-Aufzeichnungsgeräten ausgestattet. 5000 EURO eigene Mittel werden dabei investiert. Die Feuerwehr bekommt einen Fertiggarage für das Einsatzleitfahrzeug ![]() 1996/1997 1998 Die Feuerwehr bekommt einen neuen Schlauchwagen der alte wird für 3000 Euro verkauft.
1999 Das alte Tanklöschfahrzeug 16/25 wird für 2500 Euro verkauft. 2000
Am 1.01.2000 wird die Flakhalle der Gemeinde Meckenheim übergeben, die vorher im Besitz des Bundes war. 2001
Ottmar Geil tritt als Wehrleiter der Verbandgemeinde zurück. Torsten Ritzmann wird zum stv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Deidesheim ernannt. |







